Aus diesem Grund wird dein gebratener Reis nie so geil sein wie der authentische aus den Gassen Chinas

Okay ich geb´s zu, das mit dem Rezept vom alten Chinesen war komplett übertrieben, ich hab aber vor einigen Tagen trotzdem ein echtes Monster erschaffen.

Gebratener Reis, klingt simple, ist es aber nicht…!

Inspiriert von einem Artikel in der Vice zum Thema Meine Liebe zum gebratenem Reis wusste ich endlich was ich selbst, all die Jahre falsch gemacht hatte, danke an dieser Stelle für´s süchtig machen liebe VICE, seid einer Woche gibt es nur noch gebratenen Reis.

Ich sag immer und bei jeder Gelegenheit das die allerwichtigste Zutat in jedem Essen Handarbeit & Zeit ist, warum hab ich gedacht das es bei Streetfood anders sein könnte, auch hier brauchen echte Gourmetknaller die alle Geschmacksnerven zersprengen vorher Zeit, denn der Trick ist, den Reis nach dem Kochen zu trocknen…

Ja, kein Witz der Reis muss für mindestens eine Nacht ( 12 Stunden ) getrocknet werden nach dem Kochen damit er sich hinterher so braten lässt damit ihr das Streetfood Erlebnis bekommt wie in den Straßen einer Chinesischen Metropole an einem kleinen Stand in einer der zahlreichen engen Gassen in denen oft das beste Essen der Welt für kleines Geld gemacht wird…

Ihr nehmt also Basmati Reis, kocht ihn, am besten in einem Reiskocher.
( DIE Investition letztes Jahr ) Bitte im Verhältnis 1:1 ohne Salz und ohne andere Zutaten.

Danach lasst ihr den Reis ohne Deckel auskühlen, geht auch und schneller im Kühlschrank.

Danach den kalten gekochten Reis auf ein Backblech ausbreiten und Klumpen so gut wie möglich auseinander Krümeln und das ganze an einem Luftigen Ort, ich mach es am geöffneten Fenster mit etwas Zugluft in China stellen die Köche sogar oft nen Ventilator dazu dessen Luftstrom für ein gleichmässiges Trocknen sorgt, den Reis immer wieder mit den Händen um schichten und bewegen damit das ganze schön gleichmässig trocknen kann…

Ich sehe es vor mir wie Ihr sagt: Was ? der Stefano spinnt doch, so viel Aufwand für so ein „einfaches“ Gericht wie gebratenen Reis…

Aber ich sag euch mit diesem Schritt steht und fällt alles was Geschmack, Mundgefühl und das pornöse Aufstöhnen beim ersten Bissen angeht, das ganze ist eine echte Delikatesse wenn ihr diesen Schritt macht, versprochen.

DSC_2581

Und jetzt kommt das eigentliche Rezept, denn das war schon der eigentliche Trick.

Alles was jetzt kommt darf auch gern komplett Freestyle werden aber ich gebe denen die sich gern nach einem Rezept richten einfach meines das mich dann komplett aus meinen Barfuss Schuhen gefegt hat.

Für 4 – 6 Portionen ( Wenn ihr dann noch teilen wollt )

400g geräucherten Tofu
350 g von dem vorbereiteten Reis
2 Möhren
1 Knolle Fenchel
1 Zwiebel
1/2 Stange Lauch
150 g frische Sojasprossen
Eine Hand voll junger Erbsen
3 – 6 Knoblauchzehen
1 Daumen großes Stück Ingwer
1 kleine Scharfe rote Chili
Erdnussöl
Hoisin-Sauce
Dunkle Sojasauce
5 Gewürze Pulver
etwas Zucker
frischer Koriander 

Als erstes den Tofu in gleichmässige Würfel schneiden und alles an Gemüse, den Ingwer & den Knoblauch sowie Chili putzen, vorbereiten und in gleichmässige Stücke schneiden und getrennt nach Art/Sorte in der Nähe des Herdes bereitstellen.

Aus einer Mischung aus 100 ml Hoisin-Sauce, einer gehackten Knoblauchzehe, etwas Chili, einem Schuss Öl, 1 EL 5 Gewürze Pulver und einer kräftigen Prise Zucker eine Marinade einrühren, diese leicht in einem kleinen Topf erwärmen und den Tofu dazu geben und 2 – 3 Stunden abgedeckt marinieren lassen.

In einem Wok 1 EL Erdnuss Öl richtig heiss werden lassen und den marinierten Tofu, den gehackten Knoblauch, den in Schieben geschnittenen Ingwer & die Chili dazu geben und alles richtig kräftig anbraten, der Zucker in der Marinade soll schön karamellisieren und der Tofu darf schön golden und kross sein.

Dann das ganze an den Rand schieben und zwei weitere EL vom Öl hinein geben, den Reis dazugeben und kräftig anbraten, auch hier darf der Reis gern etwas karamellisieren, wie kross ihr das ganze mögt ist eurer persönlicher Geschmack, ich mag es zu kauen…!
Wenn der Reis schön angebraten ist das ganze nochmal wenden und den Reis von allen Seiten schön anbraten dann die Möhren & die Zwiebeln dazugeben und weiter braten alles schön regelmässig mit zwei Holzspateln wenden das nichts anbrennt, nun das restliche Gemüse dazu geben und mit einem guten Schuss Sojasauce ablöschen und dabei das Bratgut immer in Bewegung halten das die Sauce zwar karamellisiert aber nicht anbrennt.

Nun das ganze vom Herd nehmen und weiter kräftig vermengen damit die Resthitze im Topfboden das nicht doch noch anbrennen lässt, dann den Koriander grob hacken und zusammen mit den Zuckererbsen untermischen und direkt Servieren….!

DSC_2576

Ich zitiere mal die VICE weil man es nicht besser sagen kann…!

Essen. Langsam. Nicht zu hastig essen, sondern jeden einzelnen Bissen dieses Gerichts genießen—ziemlich special!

Viel Spaß beim nachmachen und lasst doch gern mal ein wenig Feedback hier oder auf meiner Facebook Seite ob es euch genau so umgehauen hat wie mich…

Stay true and never give up, auch nicht nach einem Fresskoma.

Euer Stefano

 

0 Gedanken zu „Aus diesem Grund wird dein gebratener Reis nie so geil sein wie der authentische aus den Gassen Chinas&8220;

  1. Das werde ich definitiv mal machen, wobei ich sagen muss, dass ich wirklich schon ewig (mehrere Jahre) keinen gebratenen Reis mehr gegessen habe.
    Jetzt habe ich zumindest wieder einen Grund dazu und das Wasser läuft mir schon im Mund zusammen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.