Mein Geheimnis, nach einer Lebensverändernden Entscheidung auch wirklich dabei zu bleiben und zwar ohne Rückfallgefahr…

Wer meinen Blog oder gar meine Facebook Seite Stefano Vicinoadio´s Veganes Experiment länger verfolgt, weiß das ich früher das eine oder andere Problem hatte mit dem ausschweifendem „Rockstar“ Lebens eines (manchen) Fotografen,.

Lange Partynächte, Alkohol, Frauen, legale & illegale Drogen sowie eine generell,
sehr ungesunde Art und Weise mich Stück für Stück zu zerstören.
Auch mehr wie 20 Jahre Kettenrauchen gehörte zu mir, wie auch die Nikotingelben Finger & der schlechte Atem und allgemeine Lust,- & Antriebslosigkeit für mehrere Tage nach solchen Zechgelagen waren ein normaler Bestandteil von dem was ich damals für „Leben“ hielt…

Ich hab viele, wirklich viele Anläufe gebraucht aus diesem Teufelskreis auszubrechen, irgendwann vor ca. 3 Jahren entschied ich mich dann ziemlich Radikal…

1. Ich entschied mich aufgrund meiner Krankheit Vegan leben zu wollen, ja wirst du jetzt sagen, mit einer Krankheit im Nacken ist das was anders, ist es aber nicht.

2. Ich entschied mich ab sofort keinen Schluck Alkohol mehr zu trinken.

3. Ich entschied mich ab sofort mit dem Rauchen aufzuhören

4. Ich entschied mich ab sofort die die Finger von Drogen zu lassen und Straight Edge** leben zu wollen.

Das ganze ist nun schon eine ganze Zeit her, vorher war ich schon ca. sieben Jahre mal mehr mal weniger Konsequent „Puddingvegetarier“ und habe mich unheimlich ungesund ernährt, ich trank 1 – 2 Kannen Kaffee am Tag, rauchte bis zu 60 Zigaretten am Tag, ich trank auf Partys ordentlich und oft weit über meine Grenzen und sagte zu Cannabis selten und zu Kokain niemals nein, zudem hatte ich ständig andere Frauen am Start was einem Mann komischerweise nicht wirklich schwerfällt wenn man gefragt wird was man beruflich macht und man sagen kann das man Profifotograf ist.

Ich hatte unzählige versuche gemacht vor allem das Rauchen aufzugeben, meist hab ich es nicht mehr wie 3 Stunden ausgehalten, einmal einen halben Tag aber so liefen auch meine Versuche die Finger von all dem anderen Kram der mich nach und nach zerstörte zu lassen…

Wie hab ich es denn geschafft diese Sachen ALLE ziemlich konsequent & drastisch innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes von etwa 2 Wochen aus meinem Leben zu verbannen und das noch OHNE jegliche Entzugserscheinungen, Rückfälle oder auch nur der Gefahr eines Rückfalls und bis heute auch dabei zu bleiben ?

Als mein Leben sich so dramatisch änderte legte sich ein Schalter um, mein denken veränderte sich schlagartig und mir wurde klar das nicht meine „neue“ Krankheit der Auslöser ist diese Dinge aus meinem Leben verbannen zu wollen, denn Krank war ich doch schon seid Jahren, nämlich SUCHTKRANK.

Die Sucht an sich ist viel Gefährlicher als das was ich dann bekam,
wenn die Konsequenzen der Sucht nicht ausreichen um etwas zu ändern,
wird auch Adipositas, Bandscheibenvorfälle oder ein Leben im Rollstuhl das mir da drohte keine Einsicht bringen.

Im Gegenteil, die Ärzte haben mir damals nicht aus Bosheit zur Frührente geraten, sondern weil 95% der Menschen in einem solchen Fall, mit solchen Voraussetzungen wie ich sie hatte sich aufgeben, sich nicht aufraffen, aus Resignation weitermachen wie bisher…

„Jetzt ist es doch eh egal sagte der an Lungenkrebs erkrankte Kumpel vor ein paar Jahren und starb quasi mit der Kippe im Mund die ihn erst Krank gemacht hatte…“

Was bei mir den letztendlichen Ausschlag gegeben hat das sich mein Leben so dramatisch änderte und zu dem wurde worüber ich heute auf diesem Blog, auf Facebook und in meinem neuen Buch „Stay true and never give up“ berichte und davon in einem neuen, viel schöneren, besseren Leben auch noch meine Rechnungen bezahlen kann waren eigentlich nur zwei Punkte….

No. 1. war die konsequente, eine echte und wirklich von Herzen kommende Entscheidung die ich traf.

No. 2 war das ich mir bewusst gemacht habe, das ich NIX verliere sondern nur dazu gewinne

Denn ich verlor rein GAR NICHTS sondern mir wurde bewusst das ich nur Dinge dazu gewinne wenn ich all diese Dinge weglasse…

Nur ein paar Beispiele von den Dingen die ich schon nach kurzer Zeit dazu gewonnen habe und die mich persönlich seid dem durchgehend bei der Stange hielten…

– Das wichtigste was ich gewonnen hatte war,
 den tiefen ehrlichen Respekt meines Sohnes.
– Ich konnte nach kurzer Zeit wieder besser riechen und schmecken. 
– Ich bekam jeden Tag ein wenig besser Luft.
– Ich nahm jeden Tag ein wenig mehr ab und mein Körper begann sich komplett zu        entgiften und zu genesen.
– Ich hatte nach kurzer Zeit keinen „Raucherhusten“ mehr und hatte spürbar weniger  Infekte, ich hatte keine gelben ekligen Nikotinfinger mehr. 
– Ich roch nicht mehr aus dem Mund.
– Ich hatte keine Ausfallzeiten nach Partys von 1 – 2 Tagen die ich danach im Bett lag  verkatert und konnte produktiver Arbeiten und Leben.
– Die Zeit die ich dadurch einsparte verbrachte ich wieder mehr mit Menschen die ich l  liebte und die ich vorher schon vernachlässigt hatte.
– Es brachte mir einen neuen beruflichen Weg als Blogger, Autor von einem Koch & einem  Sachbuch und half mir aus der Pleite in die ich durch meine Krankheit mit meinem  Fotografen Business gerasselt bin herauszukommen und zahlt nun meine Rechnungen…

Ich könnte Stunden weiterschreiben was sich bei mir verbessert, verschönert, geklärt, aufgelöst hat und würde nicht müde, aber der springende Punkt  an meiner Geschichte
ist gar nicht diese Auflistung meiner ganz persönlichen Gewinne durch meine Entscheidungen.

Diese sehen bei jedem anders aus,
der Punkt ist vielmehr die Erkenntnis dahinter.

Nämlich das dir rein nix genommen wird wenn du zum Beispiel das Rauchen aufgibst, NEIN du gewinnst Geld, Gesundheit, freies Atmen, gute Zähne und verlierst maximal deinen stinkenden Atem, aber verlieren ? NIX !

Das gilt für alle drastischen Entscheidungen die ich seid dem getroffen habe.

Als erstes mache ich mir bewusst was ich gewinne wenn ich mich dafür bzw. dagegen entscheide und nicht was ich verliere, wenn ich doch mal in kleineren Dingen anders vorgehe und der erste Gedanke ist was ich verlieren könnte ist diese Entscheidung bei mir NIEMALS von Dauer und nie wirklich konsequent.

Aber die wichtigen & lebensverändernden Entscheidungen,
wo ich mir das bewusst gemacht habe, mich dann dafür entscheide hab ich alle durchgezogen wie man man auch an meinem Jakobsweg den ich 2015 gelaufen bin sehen kann.

Ich bin nämlich ganze 800 Kilometer zu Fuss durch Spanien gewandert und das obwohl drei Jahre vorher alles danach aussah das ich maximal noch in die Frührente wandere.

Der Jakobsweg war übrigens einer der wichtigsten Dinge die ich gewonnen habe, denn ohne diese Entscheidungen wäre ich ihn wohl niemals gegangen und hätte mir einen sehr wichtigen Traum niemals erfüllen können…

Ich hatte übrigens nie auch nur den Anflug von Entzugserscheinungen als ich das Rauchen aufgab, nicht mal schlechte Laune, nein ich feierte jeden einzelnen Tag den ich von einen auf den anderen Tag Nichtraucher wurde, die 12 Euro die ich seid dem jeden Tag spare, meine nicht gelben Finger und feiere seid dem jeden 5ten eines Monats den Tag an dem ich aufhörte….So ging es mir auch mit dem Veganismus und en anderen Dingen, mir fehlt rein gar nichts mehr so sehr das ich auch nur eine Sekunde daran verschwende zurück zu wollen in dieses Leben…

Stay true and never give up ist bedeutet für mich vor allem, meine Entscheidungen bedacht & konsequent zu machen wo immer es geht und dann das ganze durchzuziehen und zu leben statt sich durch zu quälen, rückfällig zu werden und Inkonsequent zu werden…

Euer Stefano

0 Gedanken zu „Mein Geheimnis, nach einer Lebensverändernden Entscheidung auch wirklich dabei zu bleiben und zwar ohne Rückfallgefahr…&8220;

  1. Die Entscheidung straight edge zu leben, ist wahrscheinlich die wichtigste, bedeutendste und nachhaltigste Entscheidung in meinem Leben gewesen. Auch wenn diese mittlerweile 21 Jahre zurück liegt und ich auf keine harte und lange Giftkarriere zurück blicken musste. Straight edge hat mein Leben geprägt und beeinflusst und ist ein wichtiger Schlüssel zum Glück und zur Zufriedenheit für mich. Dass ich mich erst 20 Jahre später fur den Veganismus entscheiden konnte, obwohl er mich immer irgendwie begleitet hat, kann ich immer noch nicht wirklich verstehen. Aber so ist das Leben manchmal… Lieber Stefano, in diesem Sinne: stay true and never give up. Ich freue mich auf dein Buch! XXX

  2. Wunderschön geschrieben. Toll, dass du so offen und ehrlich bist und reflektiert über deinen Wandel berichtest.
    Ich freue mich sehr für dich, dass du das geschafft hast und wünsche es noch vielen, vielen anderen Menschen. 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

  3. Bei mir war’s zwar andersrum – ich konnte Koks nicht soviel abgewinnen, hab dagegen eine Tüte nie vorüberziehen lassen – aber der Rest ist, bis auf die OP samt drohender Frührente in etwa der Gleiche, minus dem Jakobsweg. Schöner hätt‘ ich es jedenfalls nicht sagen können. Kann ich nur unterschreiben. All Thumbs up Bro! 👍😎

  4. Hast du nicht was, bzw. jemanden vergessen, dem du das eigentlich zu verdanken hast? Denn ohne SEINE Hilfe, SEIN Wunderwirken wäre es nicht so leicht gewesen! Mich hat ER auch befreit, von jetzt auf gleich, ohne Entzugserscheinungen, ohne Rückfallgefahr! Gott, Jesus, dem Heiligen Geist sei Dank, Lob und Ehre! Halleluja! Amen!

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