Bei allem Vegan,-& Aktionismus für Tiere, die Menschen nicht vergessen

Ich habe früher eine zeitlang auf der Straße gelebt, ich kenne Sucht, härteste Gewalt und Beschaffungskriminalität wie auch den beißenden Hunger und die Kälte aus eigener Erfahrung.

Ich hab mich bis hierhin durchgekämpft und hatte viel Glück dabei, deswegen ist es an der Zeit etwas zurückzugeben. In meinem Fall an die Bergedorfer Engel, die jeden zweiten Sonntag im Monat Suppe an auf der Straße lebende Menschen auf der Reeperbahn ausgeben.

Ich finde, dass sie eine großartige ehrenamtliche Arbeit leisten.

Ganz abgesehen von menschlicher Wärme, Schlafsäcken und vieles andere mehr, sei es manchmal auch nur ein Ohr das zuhört, ist es für die Menschen auf der Straße vor allem wichtig, verlässliche Helfer zu haben.

Genau das sind die Bergedorfer Engel und das macht sie in meinen Augen so unterstützenswert.

Obdachlosigkeit ist kein Campingurlaub

Das Engagement der Bergedorfer Engel ist zu 100% ehrenamtlich. Unser Ziel ist es, Obdachlose das ganze Jahr über mit dem nötigsten zu versorgen und soviel Menschenwürde wie möglich zu bewahren. Der größte Bedarf besteht in Schlafsäcken, Isomatten, saisonal passender Bekleidung, Lebensmitteln, Getränken, Hygieneartikeln und Tierfutter.

Wir warten nicht auf Besuch, sondern wir begeben uns direkt vor Ort – dort wo das soziale Netz nicht mehr intakt ist. An unseren regelmäßigen Terminen bauen wir zudem eine mobile Essensausgabe auf und sorgen neben einer warmen Mahlzeit, Getränken und Süßigkeiten für ein kleines bisschen „normales“ Leben auf der Straße. Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit sind die Gespräche und vor allem das Zuhören.

Wir versuchen so oft es geht auszufahren. Der Umfang der Termine ist von privaten Spenden abhängig, die wir fortwährend benötigen. Helfer sind uns dabei immer willkommen – wir bitten bei Interesse um Voranmeldung.

Viele der Menschen, die wir regelmäßig sehen, freuen sich auf ihren festen Termin mit den Bergedorfer Engeln. Genauso wie wir uns freuen, unsere guten Bekannten regelmäßig wieder zu sehen und Anteil an ihrem Leben nehmen zu dürfen.

Wir sind unterwegs für mehr Menschlichkeit in unserer Gesellschaft.

Auf der Reeperbahn, wo auch ich schon als kleiner Junge und später als Jugendlicher rumlungerte, wo auch für mich vieles begann, aber auch vieles endete, möchte ich nun im Rahmen einer Schirmherrschaft versuchen unkompliziert zu helfen.

Trotz aller veganen Projekte und dem Aktionismus, den ich für die Tiere leiste,
war es mir immer wichtig, die Menschen nicht zu vergessen,
die solche schlimme Sorgen und ein derart schweres Leben haben, dass sich für sie die Frage „noch“ gar nicht gestellt hat, vegan zu leben/zu essen oder eben nicht.

Wie genau das Ganze sich nun im Detail gestaltet, wird sich nun nach einem ersten intensiven Arbeitsgespräch heute heraus kristallisieren.

Sicher ist, ich würde gern helfen, nicht wie der junge Mann mit deinem Hund auf meinem Bild das ich 2015 in Trier aufgenommen habe…

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Ihr werdet also 2016 häufiger hier von den Bergedorfer Engeln lesen oder hören.
Weitere Informationen zu Ihrer Arbeit findet Ihr auf Ihrer Homepage www.bergedorfer-engel.de oder auf Facebook.

Viele Grüße
Euer Stefano

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