Warum meine veganen Burger nicht unbedingt immer selbstgemacht sein müssen…

Heute geht es um das Thema Fastfood & Fertigprodukte, viele der vegan lebenden Menschen die ich so kenne oder kennenlernen durfte in den letzten drei Jahren bekommen spätestens jetzt leichte bis mittelschwere Schnappatmung, denn für viele muss oder darf es ab der Ernährungsumstellung (Oft radikal vom Omnivor lebenden zum 200% Veganer) nur noch Gesund, Bio, Fairtrade, Nachhaltig, Selbstgemacht sein.

Echte Veganer kaufen nicht mehr im Aldi um die Ecke, oder sonst einem Discounter, erstens wegen der Menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen & zweitens auch weil dort ja immer noch Fleisch verkauft wird und das in den selben Räumen.

Nein sowas macht ein echter Veganer nicht!

Naja, um mir selbst mal den Wind aus den Segeln zu nehmen, es stimmt schon irgendwie das sobald man sich anfängt mit dem Thema Ernährung richtig auseinander zu setzen das auch schneller ein „schlechtes“ Gewissen aufkommt wenn man was „falsch“ macht, was zwangsläufig passiert wenn man anfängt Vegan zu leben denn ab diesem Zeitpunkt prasseln so viele Informationen auf dich ein zum Thema wie auf den Computer eines Nerds der Pornographie dowloaded und das mit einer 100.000 DSL Glasfaserleitung.

Das ganze ist ein Phänomen und ich hab schon so manchen Neuveganer an genau dieser Informationsflut zerbrechen oder einknicken sehen…

Das OREO Komplott ist so eine Neuveganerfalle, da freust du dich das du endlich Nervennahrung gefunden hast die vegan ist, postest ein Foto von dir mit 8 von diesen zugegebenermaßen leckeren Schwarz/Weissen Keksen im Mund in einer der zahlreichen Gruppen und wirst dafür in der Luft sowas von zerrissen weil plötzlich Hunderte unangenehmer Wahr,-&Halbwahrheiten sowie einiges das dazu gedichtet wurde wie saurer Regen auf dich runter prasselt.

Da kann man schon mal denken, och nööö.

Ich koche nun seid zwei Jahren berufsbedingt frisch, ich lebe ja von meinem Kochbuch, der Rezeptentwicklung für Firmen, veganer Food Photographie & ethisch korrekten anderen Fotojobs ( no fur !!! ) mache Kochkurse für Vegan Neugierige oder auch schon mal das eine oder andere vegane Buffett für eine Hochzeit, mehr und mehr koche ich auch schon mal gehobener zusammen mit gelernten Kollegen wie mit Timo Franke & seinem großartigen Team beim Weihnachtsmenü in Bühl am 5.12.

Das bedeutet im Umkehrschluss das ich im Normalfall mehr frisch koche als ein normaler Mensch, ich würde sagen in 8 von 10 Tagen koche ich komplett frisch, manchmal kommen Seitan oder andere schon fertige Dinge dazu und ganz selten kaufe ich mir tatsächlich einen fertigen Burgerpatty bei ALDI wie auf dem Beitragsbild zu sehen, dazu die schlonzigen Burgerbrötchen, Eisbergsalat, Zwiebeln, Tomaten aus Holland, Ketchup, Senf und hau mir dieses ungesunde und fertige ethisch nicht 200% Essen in den Hals mit einem ganz leisen Anflug von schlechten Gewissen, das dann aber abgelöst wird von dem Gefühl das ich als Vegan lebender Menschen jeden Tag viel gutes tue, ich viele Menschen schon zum Nachdenken gebracht habe was viele Mails der letzten Jahre immer wieder zeigen, eben weil ich „Ausrutscher“ offen zugebe, ich immer dahinter stand das es keinen 100% Veganismus geben kann,
denn dann müssten all die Veganer die andere wegen OREO Keksen anprangern und selbst Auto fahren ihre Wagen abschaffen,
ich niemals mit dem Finger auf andere zeige weil sie noch nicht ethisch korrekt leben „können“ aber auf dem Weg dahin sind und weil ich mir bewusst mache was alles gutes bewirkt wird durch meine 3 Jahre Vegan Lifestyle und wie sich das durch die enorme Reichweite die ich bei Facebook & in den Medien hatte multipliziert hat.

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Vegan zu leben heisst für mich in erster Linie immer 100% bewusst zu sein was in meinem Essen ist und woher es im Zweifelsfall kommt, das heisst wenn ich mir bewusst manchmal solche Dinge wie einen vielleicht nur 75% ethisch korrekten Burger gönne mache ich das immerhin nicht weil die Rattenfänger Industrie mich so weit dressiert hat das es mir generell egal ist was ich so täglich in mich reinstopfe und ich blind folge wenn es mal wieder heisst „Bei Mc Donald nun ein BIO Burger ganz ohne schlechtes Gewissen“ oder ähnliche absurde Werbeformeln die einem so um die Ohren gehauen werden…

Manchmal darf es dann auch ein Burger sein, solange auf diesem kein Fleisch oder Käse zu finden ist oder von Mc Donald kommt denn da hört selbst bei mir der Spaß dann auf, zu mindestens wenn es um mich selbst geht….

Euer Stefano

Warum vegan? 10 Gründe zum Nach- und Mitdenken

1. Wir sind das einzige Lebewesen auf der Erde, das auch noch im ErwachsenenalterMuttermilch zu sich nimmt. Nicht die der eigenen Mutter, sondern die absolut artfremder Lebewesen. Kühe, Schafe und Ziegen müssen gebären, um Milch zu erzeugen. Eine Kuh würde unter normalen Umständen nur einen Bruchteil der Milchmengen geben, die sie in der modernen Massentierhaltung gibt. Damit Kühe die Mengen an Milch produzieren können, bekommen Sie Hormone, müssen regelmäßig kalben und erkranken wiederum an Mastitis, einer Entzündung der Milchdrüsen, die Eitern und Bluten hervorruft, was wiederum behandelt werden muss. In abgemolkener Milch finden sich Eiter, Blut und Antibiotika-Rückstände wieder. Milch besteht also zu einem großen Teil aus Eiter und Blut, Wachstums- und Schwangerschaftshormonen sowie Antibiotika.

2.Tiertransporte sind Lebendtransporte. Wirklich? Naja, wenn der LKW mit den eingesperrten Lebewesen seine Reise zu den Schlachthöfen beginnt ganz sicher. Am Ende sind die meisten Tiere derartig schwach und verletzt, dass sie gewaltsam vom Transportergezogen werden müssen. Die, die Glück hatten, sind schon vorher gestorben.
Das Leben eines durchschnittlichen Schlachttieres sieht so aus:

„Viele können kein einziges Mal frische Luft atmen, bis sie für eine albtraumhafte Fahrt zum Schlachthof in Transporter gestoßen und gezwängt werden, oft unter extremen klimatischen Bedingungen und immer ohne Futter und Wasser. Die Tiere werden kopfüber aufgehängt und bekommen, oft noch bei vollem Bewusstsein, die Kehle aufgeschlitzt.“ (Quelle PETA)

3. Daraus ergibt sich der nächste Punkt: Nicht nur bei der Schlachtung selbst, sondern im gesamten kurzen Leben eines Tieres werden Stresshormone, und ja – auch Wut und Trauer – aufgebaut. Du bist, was du isst. Wer Wut und Trauer isst, ist wütend und traurig.

4. Man benötigt 16 kg Getreide, um ein Kilogramm essbares Rindfleisch herzustellen. Auf der Welt leiden eine Milliarde Menschen an täglichem Hunger. (Stand 2009, Quelle BBC)

5. Man benötigt weniger als 1.400 Liter Wasser pro Tag, um die Nahrung für einen veganen Menschen zu produzieren, aber mehr als 20.000 Liter – also über das 12-fache – um die Nahrung für einen Fleischesser herzustellen. Man spart mehr Wasser, wenn man auf ein Pfund Rindfleisch verzichtet, als wenn man ein ganzes Jahr lang aufs Duschen verzichten würde. (Quelle Peta)

6. Vegane Menschen sind oftmals gesünder, weil sie ihren gesamten Lifestyle anpassen, also im Schnitt weniger trinken, rauchen und öfter Sport machen. (Näheres dazu auch aufdieser Seite.)

7.Vegan werden ist ein Abenteuer, auf das man sich jeden Tag erneut einlassen muss. Es fordert, es belebt, es macht die Gedanken rein und es lässt dich deine Mitmenschen plötzlich ganz anders beurteilen: Erzählt euren Freunden und eurer Familie, dass ihr einen Veganerkennt und wartet auf die Reaktion. Stellt euch in der entstehenden Diskussion verbal auf seine Seite und beobachtet, was passiert. Mit euch und mit eurem Gegenüber.

8.Vegan sein hilft, manche Dinge sehr viel klarer zu sehen. Irgendwann musst du dir die Frage stellen, was in deinem täglichen Leben wirklich wichtig ist und auf welche Dinge du eigentlich völlig einfach verzichten könntest, zu deinem eigenen Vorteil, aber auch zum Vorteil der Welt an sich und der Lebewesen, die sie bevölkern.

9. Klingt alles zu esoterisch, zu verträumt, zu abgefahren? Veganer beschäftigen sich auch mit den ekligen, schrecklichen und grausamen Aspekten des Lebens. Es ist natürlich nicht verboten, mit geschlossenen Augen durch die Welt zu gehen. Aber was spricht dagegen, auch hier klar zu sehen? Auch dann, wenn die Wahrheit manchmal keine saftigen grünen Blumenwiesen und friedlichen Bauernhöfe offenbart.

10. Veganer haben es heute so einfach wie nie zuvor, sich ausgewogen, kostengünstig und gesund zu ernähren. Jedes tierische Produkt hat ein Äquivalent in der veganen Küche. Und selbst, wer sich nur ab und an vegan ernährt tut damit viel mehr für sich, seine Mitmenschen und die Umwelt, als ihm vielleicht bewusst ist.

QUELLE: WARUM VEGAN

0 Gedanken zu „Warum meine veganen Burger nicht unbedingt immer selbstgemacht sein müssen…&8220;

  1. Ich finde es toll, dass du so ehrlich über das schreibst, was dich beschäftigt und bewegt. Das ist nicht häufig und verdient Respekt.

    Ich kann sehr gut nachvollziehen, was du im Artikel angesprochen hast und sehe das im Grunde genauso wie du – den 100%igen Veganismus gibt es (leider) nicht. Wir können nur alle versuchen, das beste im Rahmen unserer Möglichkeiten Stehende zu tun. Und ich denke, wenn da jeder und jede bei sich selbst beginnt, sind wir schon einen großen Schritt weiter. 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

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