Warum ich Singlespeed Fahrräder liebe und wie sie meine Liebe zum Radfahren weckten. 

Ich fahre seid Mitte 2014 nachdem mich mein veränderter Vegan Straight Edge Lifestyle gesund genug gemacht hat damit ich wieder anfangen konnte Rad zu fahren ein Singlespeed, das sind die Art Fahrräder, die aussehen wie Fixiebikes aber keine sind da die Fahrer nicht cool oder verrückt genug sind um im „Fiximodus“ bedeutet ohne Bremse dafür aber mit einer festen Narbe im Hinterrad, was wiederum bedeutet das man nicht einfach aufhören kann zu strampeln wenn man nicht mehr kann denn die Pedale drehen sich je nach Geschwindigkeit mehr oder weniger schnell weiter und können einen schon mal aus dem Sattel heben wie es mir passierte.

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So sieht das Ergebnis aus wenn man zu doof ist zum Fixie fahren,
ich bin 3 km weit gekommen bevor ich eine Sekunde abgelenkt war und aus dem Sattel gehoben wurde, mein Fazit:
Ich bleib beim Singlespeed…!

Fixie,- Singlespeed Bikes die ja jeder langsam kennen sollte der in einer Großstadt lebt,  sind vor allem eines, sie sind extrem minimalistisch und was mir als Fotograf besonders gefällt.

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Sie sind wunderschön und haben tolle Designs, naja nicht immer.

Das Fehlen, jeglicher nicht notwendigen Technik, angefangen bei einer Gangschaltung, denn Singlespeed wie Fixie haben zu mindestens eines gemeinsam, sie haben nämlich nur einen Gang denn in der Stadt braucht man, zu mindestens in Hamburg eigentlich keine solange man kein Rennradsport betreibt und hört auf bei anderen Dingen wie Schutzblechen, hässlichen Katzenaugen, hochtechnischen Bremsen oder anderen Dingen die man nicht selbst reparieren kann.

Sollte, was selten vorkommt doch mal was kaputt gehen ist es fast immer ein platter Reifen durch Scherben oder andere scharfe Gegenstände wie das Messer eines genervten Autofahrers, bei einer der in Großstätten immer beliebter werdenden Critical Mass Ausfahren wie in Berlin oder in Hamburg bei denen sich oft mehr als 3000 Fahrradenthusiasten treffen um gemeinsam das Zeichen zu setzen das die Straßen in der Großstatt nicht alleine den Autofahrern gehören…

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Diese Art sichin einer Stadt fortzubewegen macht frei, man lernt seine Stadt auf eine ganz neue Weise kennen weil man sich rein aufs fahren selbst konzentrieren kann, kein geschalte, keine Teile die Klappern, nur du, deine Muskelkraft und ein sehr wendiges und sobald man trainierter ist auch sehr schnelles und wendiges Rad.

Ich habe auf diese Art und mit Hilfe einer Radnavigationssoftwear für das iPhone Namens Bike Citizens App / Fahrradnavigation Hamburg ganz neu und von vielen Seiten kennenlernen dürfen wie ich es mir nie erträumt hätte,.
Ich bin in Ecken meiner Stadt gelandet die ich nicht kannte, obwohl hier geboren & aufgewachsen und immer ziemlich selbstsicher gewesen das ich sie mehr als gut kenne, hat meine geweckte Leidenschaft für das Radfahren mich eines besseren belehrt.

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Auch die paar Monate die ich in Berlin gelebt habe als ich dort in einem neuen Projekt in Moabit geholfen habe das ganze zum Laufen zu bringen habe ich 80% aller Wege mit dem Rad gemacht und so die Stadt, die mir vorher immer etwas unheimlich und grau war, wirklich lieben gelernt.

Bei manchen Ausfahren habe ich schon mal 70 km an einem Tag gemacht, für jemanden der vor 3 Jahren so krank war das er fast im Rollstuhl gelandet wäre & in Frührente gehen sollte gar nicht mal schlecht, naja dank meiner Veganen Ernährung & meinem sauberen Lifestyle habe ich ja auch knappe 40 Kilo weniger auf den Hüften.

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Ich kann mir ein Leben ohne Rad nicht mehr vorstellen.

Bei meiner letzten längeren Ausfahrt erinnerte ich mich an ein Spiel,
das ich mit meinem ältesten Kindheitsfreund Dennis immer gespielt hatte.

Damals haben wir uns auf unsere Räder geschwungen, wir müssen so circa 10 Jahre alt gewesen sein und sind ohne Ziel oder Plan von unserem Startpunkt, dem Park „Am Weiher“ losgefahren und sind so lange kreuz und quer gefahren und haben unsere nähere und auch mal weitere Umgebung erkundet.

Wir kamen uns unheimlich mutig vor denn es war im Spiel eingeplant sich komplett zu verlaufen beziehungsweise zu verfahren und erst durch ein durchfragen wieder nach Hause zu finden, was manches mal gar nicht so einfach war.

Einmal kamen wir in einen Platzregen der uns so durchnässte und uns so bitterlich frieren lies das wir in einem Hotel fragten ob wie ein Handtuch & einen heissen Tee bekommen würden und kamen erst lange nach Einbruch der Dunkelheit wieder Zuhause an, völlig durchgefroren & nass, was für ein großartiges Abenteuer das war, wie erwachsen wir uns fühlten und wie viel wir entdeckt haben an diesen Tagen….

Irgendwie ist diese Leidenschaft bei mir eingefroren als ich in meiner Pubertät das Skateboard, Alkohol & andere Drogen für mich entdeckte sowie das man mit Frauen auch andere Dinge anstellen kann als sie zu ärgern & an Zöpfen zu ziehen, durch diesen Lifestyle wurde sportliche Betätigung irgendwann unmöglich, auch das Skateboard musste dann auch irgendwann aufgrund fehlender Kondition und Antrieb stehen bleiben.

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Nach meiner Transformation durch Stefano Vicinoadio’s Veganes Experiment wurde es aber wieder geweckt, das Monster der grenzenloses Freiheit die einem ein Rad bietet und darüber bin ich heute sehr dankbar.

Probiert es aus, lasst euch treiben vom Rhythmus der Großstadt und entdeckt andere Seiten an den Städten die Ihr zu kennen glaubt..

Ich würde sagen wir sehen uns auf der nächsten Critical Mass in Hamburg.

Viele Grüße von meiner Insel
Euer Stefano

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