Stutenbissigkeit, Morddrohungen & Hardliner – Über das Überleben in der Veganen Scene

Wenn man anfängt, in der Veganen Scene auch nur minimalsten Erfolg zu haben, ob geplant wie bei vielen Veganen Blogger/Koch/Sonstigen Star´s & Sternchen die das ganze bewusst machen.

Oder gerade wenn es komplett ungeplant wie bei mir passierte, denn ich kann ja bis heute kaum glauben das es so ist wie es ist, macht man sich jede Menge Feinde.

Als mehr als Minimalen Erfolg würde ich das was jeden Monat wegen meiner Tätigkeit als Kochbuchautor, Blogger, Rezeptentwickler, Veganer Food Fotograf, Show“Koch“ und Kochkursleiter für Anfänger/Neulinge in der Veganen Küche auf meinem Konto landet übrigens auch nicht bezeichnen.

Da wären als erstes mal die Menschen denen man noch/nicht Vegan genug ist, die sogenannten Hardliner der veganen Scene.

Meine erste Morddrohung von einem solchen Hardliner bekam ich als Stefanos Veganes Experiment im zarten Alter von 6 Wochen war und quasi noch an meinen damals noch ziemlich beeindruckenden Männerboobs gestillt wurde.

Damals ging die Followerzahl in beeindruckender, für mich oft beängstigender Geschwindigkeit nach oben, dem Anonymen Menschen, denn er hatte einen Fakeaccount bei Facebook, der mich bedroht hatte, war ich für den „Erfolg“ den ich zu dem Zeitpunkt hatte noch nicht Vegan genug.

Es wäre unverschämt Geld damit zu verdienen wenn man so kurz wie ich vegan lebt, mit meinem Blog Geld zu verdienen war damals noch nicht mal in meinen wildesten Träumen vorgekommen, aber vielleicht konnte derjenige ja Hellsehen.

Klar, jetzt bei fast 10.000 Followern auf Facebook, einem Kochbuch mit meinen 100 Lieblingsrezepten ( Cook Wild Vegan ) das seid knapp 2 Jahren auf dem Markt ist, mehreren kleinen TV Auftritten und Interviews in Zeitschriften, einigen größeren und kleineren Kunden in der Lebensmittelbranche, Partnern & einem Netzwerk von tollen Menschen verdiene ich jetzt den einen oder anderen Euro.

Aber lasst euch gesagt sein, dafür Arbeite ich hart genug auch wenn es nicht so aussieht und es reicht noch lange nicht für ein „besser“ gestelltes Leben als ich es vor meiner Krankheit hatte.

Zusätzlich muss man sich alle möglichen anderen Dinge dafür antun, ich fahre auch immer noch Bahn statt ein eigenes Auto zu besitzen und das ganze mache ich auch noch bewusst, der einzige Luxus ist meine Bahncard 50 und bin auch sonst laut meiner sonst eher kritischen und überehrlichen Freunde ziemlich auf dem Teppich geblieben und gar nicht so kommerziell wie mir manchmal vorgeworfen wird.

Aber zurück zur Morddrohung….

Straßenjunge, der ich nun mal bin ging ich damals auf Angriff,
schickte Ihm/Ihr meine Adresse, die man mit ein wenig Grips beim Blick ins Impressum auch selbst herausfinden hätte können und sagte das er sich gerne aus der Anonymität des Internets hierher bewegen darf um das ganze von Angesicht zu Angesicht zu „besprechen“ und das er sich sicher sein kann das ich nicht umsonst so aussehe wie ich aussehe…

Wie zu erwarten kam nie wieder auch nur ein Lebenszeichen, geschweige denn bekam ich Besuch von einem entschlossenen Mörder denn wie man sieht schreibe ich hier gerade einen Beitrag um mich auszukotzen….

Solche oder ähnliche Nachrichten kamen immer mal wieder vereinzelt, ich reagierte nie wieder auf eine denn wenn ein Angreifer genug IQ hat jemandem der so aussieht wie ich mit dem Tode oder Gewalt zu bedrohen sollte es auch dafür langen meine Adresse im Impressum zu finden…

Weitere Feinde die man sich macht, die Liste ist sicherlich nicht vollständig ist weil mich auch viele ganz im Stillen hassen…!

Da wären also unter anderem…

– manche sehr viel erfolgreichere Vegane echte Köche
– manche sehr viel erfolgreichere Quereinsteiger
– Foodblogger
– Fans von anderen Köchern oder Bloggern
– Feministen/innen die mir Sexismus vorwerfen
– sich angegriffen fühlende Fleischerei Fachverkäuferinnen
– sich angegriffen fühlende Fleischer
– sich angegriffen fühlende Landwirte
– sich angegriffen fühlende Fleischliebhaber
– Aktive Jäger
– sonstige Menschen die in der Lebensmittelverarbeitenden, Medikamenten oder Kosmetik Industrie tätig sind und sich angegriffen fühlen.

Weil ich mich klar gegen Rechts positioniere.

– Rechtsoffene Menschen oder Nazis

Ferner kommen durch meinen persönlichen Glauben,
aus dem ich nie einen Hehl gemacht habe folgende Personengruppen dazu.

– Andersgläubige Menschen, obwohl ich nie Missionarisch tätig war
– der/die eine oder andere Psychisch Kranke der in mir den Teufel sah
– Katholiken weil ich „Evangelisch“ bin
– Evangelische Christen weil ich nicht evangelisch genug bin.

Was manchem bitter aufstößt ist, das sie das Gefühl haben ich würde mich als Profikoch verkaufen der ich nicht bin und ihnen, den gelernten Köchen somit Jobs oder Fame klauen.

Das sie das scheisse finden kann ich verstehen, das geht mir bei den ganzen veganen Köchen auch ab und zu so wenn sie Ihre Fotos für Kochbücher selbst verbrechen oder Hobbyknipser statt einen veganen Profifotografen wie mich zu engagieren um Vegane Jobs/Dienstleister innerhalb der Branche zu stärken und im Netzwerk zu arbeiten statt gegeneinander.

Ich sag es mal wie es ist, 75% der Bilder in Veganen Kochbüchern sind alles andere als geil!

Jedenfalls aus der Sicht eines Profis wie mich, deswegen würde ich aber trotzdem nicht auf die Idee kommen einen von euch Nasen anzudrohen euch bei einer eurer Show´s von der Bühne zu prügeln oder euch merkwürdige Mails zu schreiben…

Das lustige daran ist das ich mich selbst niemals als gelernten oder Profikoch bezeichnet habe, im Gegenteil manch einer meiner Kunden, Partner sind eher davon genervt das ich immer betone das ich genau das nicht bin und sie deswegen bitte nicht die selbe Leistung erwarten sollen wie bei einem gelernten Koch.

Ich werde das auch nicht müde immer und immer wieder auf meiner Facebook Seite zu betonen wie man unter anderem an diesem Posting hier sehen kann der noch gar nicht so lange her ist…

Vegane Selbstbeweihräucherung

Ich selbst sehe mich als genau das was ich in dem Posting betone.

Nämlich als den bunten und lauten Typ von nebenan, einfach einer der gerne vegan kocht & lebt und darüber bloggt das ihn Veganismus gesund genug gemacht hat um wieder leichten Sport zu machen, Rad zu fahren, das Rauchen, Trinken & Drogen als Folge von Veganismus aufgegeben hat und dem der vegane Straight Edge Lifestyle es ermöglicht hat so gesund zu werden um seinen großen Traum, den Jakobsweg zu gehen verwirklichen zu können wie diesen Sommer geschehen.

Weil ich das Öffentlich mache, weil ich dabei nie ein Blatt vor den Mund nehme  oder eine Rolle spiele darf ich mir zum Beispiel auch immer mal wieder anhören ob ich nicht „mal wieder“ darauf verweisen will das ich so krank bin/war, natürlich mache ich das nur um etwas mehr Mitleid von dem einen oder anderen zu bekommen!

Klar mach ich hier nochmal,
seht euch an was Veganismus für mich möglich macht und bitte bitte bemitleidet mich ( nicht !!! )

Hier meine Geschichte als Video Interview

Ich will euer Mitleid nicht, wollte ich nie,

Ich will mit meiner Geschichte und meinem Weg Mut machen.

Und ich will mir durch das Feedback das ich von Followern bekomme selbst genug Schwung geben um weitere Schritte in die meiner Meinung nach für mich richtige Richtung gehen zu können.

Ich sag es mal wie es ist, ich scheiss was auf Mitleid denn Mitleid machte mich nicht wieder gesund….!

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Ich hab mir all das selbst eingebrockt durch meinen Lifestyle und mein altes Leben und ich Löffel die ( nun vegane ) Suppe auch alleine wieder aus, wie immer…

Ich bin von den verschiedensten Menschen in den verschiedensten Arten und Weisen in den letzten drei Jahren beschimpft und bedroht worden.

Von den Arabischen Freunden die man mir schicken wollte, über unterschwellig im Gespräch platzierte Hinweise auf Kontakte zu dem weltweit größten Motorrad Club, der sicherlich auch keine anderen Sorgen hat als mich kleines veganes Dickerchen, über direkte Drohungen, Versprechen mich auf der Veganen Messe/Veganem Straßenfest XY zu vermöbeln, Mails, Anrufe, Hetzpost´s in verschiedensten Veganen Facebook Gruppen wie zum Beispiel dem Veganen Tellerchen in dem ja für mich alles anfing.

Ich hab mich anfangs wegen jedem Furz, der ja bei vegan lebenden Menschen bekanntlich eh ein Problem darstellt in sofern man viel Sojaprodukte isst, auf meiner Seite gerechtfertigt.

Das habe ich ziemlich lange nicht mehr gemacht wie diejenigen die mich schon länger kennen wissen, aber es muss halt einfach mal wieder sein denn solche Dinge immer wieder in sich reinzufressen macht genau das….Blähungen und ein scheiss Bauchgefühl!!!

Ich würde mir von einer veganen „Scene“ die immer auf so weltoffen, Herzlich, Tierlieb, Menschenfreundlich tut, die für die ganze Welt nur das beste will wirklich von ganzem Herzen wünschen, das mal wieder ein Stück zusammenrückt wird, statt immer wie zwei Schafböcke aufeinander zu zu rennen und sich die Köpfe, egal ob virtuell oder im echten leben einzuschlagen, dieser ganze Vegane Beef wie man im HipHop so schön sagt wenn zwei sich streiten und bedrohten ist doch echt Kinderkacke solange er ausserhalb eines Rap Battles stattfindet.

Kein Wunder das so viele Menschen die oft erst durch solche Hass Postings oder in dem einer über den anderen herzieht das erste mal mit Veganismus in Kontakt kommen so ein schlechtes Bild von Veganern haben, so werden wir sicherlich viel erreichen in der Welt….!

Ohne all den Hass, die Missgunst, den Neid, die Wut auf Menschen die etwas anders machen oder sehen wäre es tatsächlich ein Traum Veganer Kochbuchautor, Blogger, Rezeptentwickler, Veganer Food Fotograf, Show“Koch“ und Kochkursleiter für Anfänger/Neulinge in der Veganen Küche zu sein…

Ich mach trotzdem weiter weil es trotz der ganzen nervigen Begleiterscheinungen viel Spaß macht mein Leben zu Leben und in meinem Beruf zu arbeiten, ich durch den Veganismus jede Menge wundervoller Menschen kennengelernt habe und weil Veganismus das beste ist was mir für mein Leben & meine Gesundheit je passieren konnte….!

Wer ein Problem damit kann kann mir, wie meine Nonna Vicinoadio, Gott habe sie selig, immer so schön sagte den Buckel runterrutschen…

Stay true & never give up

Euer Stefano

0 Gedanken zu „Stutenbissigkeit, Morddrohungen & Hardliner – Über das Überleben in der Veganen Scene&8220;

  1. Mach Dich nicht verrückt über diese erbärmlichen Spinner! Hetze im Netz ist ein Phänomen unserer Zeit und trifft nicht nur die vegane Szene. Wir, die wir eher links angesiedelt sind, uns um Flüchtlinge kümmern usw. wurden z.B. auf einer Anti-Pegida-Seite als Nazis beschimpft (als wir mal eine einzelne missverständliche Aktion kritisch hinterfagten). Und einer der von Dir erwähnten egomanischen Köche hat uns gesperrt, als wir auf einen einzigen Post mal nicht beifallklatschend reagiert haben. Normale Härte.. Traurig, dumm und nicht zielführend ists natürlich allemal, und es ist gut, dass Du darüber schreibst. Vielleicht macht sich der ein oder andere Schnellfeuer-Experte ja doch mal Gedanken! Rock on!

  2. Es ist einfach nicht zu glauben, wie besch…. die Menschheit ist. Und es wird immer schlimmer. Dennoch mussste ich über deinen Bericht teilweise herzlich lachen. Geh einfach weiter deinen Weg, du weisst doch: Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten. Offensichtlich ist dir das gelungen. Und um noch ein paar Sprichwörter dranzuhängen:“ Was stört es die deutsche Eiche, wenn die Sau sich dran kratzt“ (oder so ähnlich) und mein persönliches Lieblingssprichwort – jedenfalls zur Zeit „je mehr Menschen ich kennenlerne, um so lieber wird mir mein Hund“. In diesem Sinne, lass dich nicht ärgern.
    Lieben Gruß
    Kornelia

  3. „Mit zunehmendem Alter erhöht sich die Anzahl derer,die mich am Arsch lecken können.“
    Und nicht anders.Heute hatte ich drei Gründe mich über Mitmenschen zu empören:eine Anhängerin eines Hasspredigers, ein diktatorischer Kunstfreund und ein marokkanischer Student,der eine Scheinehe eingehen möchte..usw.man trifft schon eigenartige Menschen.
    „Der liebe Gott hat einen großen Tiergarten “ sagte mein Vater immer..
    Und nun?Einfach weitermachen..Scheiß drauf!

  4. Da sprichst du was wahres! Ich habe ähnliches schon in vielen „alternativen“ Scenen erlebt. An der Oberfläche Friede Freude Eierkuchen und wenn man tiefer guckt herrscht oft ein „Ich bin tolerant, und wenn dir das nicht passt gibts ganz schnell eins auf die Mütze“…
    Oft sind dort Menschen unterwegs die im Mainstream nicht ankamen und ihre gefundene Nische nun mit aller Macht verteidigen. Arme Menschen…
    Grad in der veganen Ecke schürt es aber schon den Verdacht, dass da irgendwas in der Nahrung fehlt… und das find ich dann wiederum schade.

    Du machst das schon richtig. (Außer dieses Rebel-Käppi, das find ich persönlich ganz furchtbar, erinnert mich an kleine RTL2-Pubertiere…. ;-P)

  5. Hallo Stefano, ich bin seit 18 Jahren Vegetarierin ( auf dem Weg zur Veganerin) und musste immer wieder feststellen, dass sehr viele Menschen offensichtlich ein schlechtes Gewissen haben, denn mir wurde zu 90% ganz schnell versichert, dass sie auch nur noch ganz wenig Fleisch essen… ich habe nie eine Rechtfertigung verlangt und trotzdem fast immer bekommen. Morddrohungen waren zwar noch nie dabei, aber zwei Mal ein ziemlich aggressives Verhalten. Aber ab und zu bekomme ich auch ehrliches Interesse und ich freue mich dann um so mehr über ein tolles Gespräch.

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