Das vegane Punkrockdinner in Bühl bei Baden Baden, Tag 1

Das vegane Punkrockdinner in Bühl bei Baden Baden.
Bei einem kurzen Besuch in Hamburg, lud Timo mich vor einigen Wochen ein bei ihm im Restaurant bei einem speziellem Event das er im Kopf hatte mit ihm gemeinsam 6 Gänge zu kochen, er hatte sich in den Kopf gesetzt mit mir zusammen das Punkrock Dinner in die Welt zu rufen, das ganze würde in seinem Restaurant  Timo Franke – Vegan Cuisine DAS RESTAURANT  stattfinden und jeder von uns würde dann drei Gänge beisteuern, klar warum nicht dachte ich mir und sagte spontan zu…

Einige Tage später hatte ich mir zwei Nächte lang den Kopf zermartert um meine Gänge fertig zu stellen und ihm zukommen zu lassen damit er zu planen beginnen konnte aber 4 Wochen vor dem Event stand fest was ich kochen wollte, zu diesem Zeitpunkt war der Abend quasi schon ausverkauft, was für ein Ansturm, das kann ja heiter werden…

Meine 3 Gänge würden sich wie folgt zusammensetzen.

Gang 1. Linsenfreakadellen auf Pumpernickel & Cashewfrischkäse
Gang 2. Pikanten Fenchel Nepal Style
Gang 3. Eine Seidentofu Limetten Matcha Tea Creme mit karamellisierten Cashewkernen.

Das die Reservierungen in einer kleinen Stadt wie Bühl so schnell weggingen und von Menschen aus ganz Deutschland gebucht wurden zeigt wie weit die Vegane Idee & Küche  ist, von einer Randgruppenerscheinung einiger Tierschützer & DIY Volksküchen auf Bauwagenplätzen oder besetzen Häusern hat sie, und somit auch ich es in die gehobene Gastronomie geschafft und die Leute rennen einem die Tür ein wenn sie mal etwas anderes geboten bekommen als Veganes Fastfood ala Seitandöner, Burger oder die Klassiker wie Pommes, Beilagenteller & den trockenen Falafel vom Dönermann ohne Sauce.

Das die Arbeit die wir als vegane Köche & Kochbuchautoren in Deutschland seid Jahren leisten nun langsam solche Früchte trägt, zeigt das der undogmatische Stil mit dem wir nur durch gutes Essen zeigen das Fleisch, Milch & Co nicht notwendig sind der richtige war, Dogmatismus & mit dem Finger auf andere zeigen die nicht vegan leben wollen ist sowas von 70ger, Zuckerbrot & gastronomische Peitsche finden mehr und mehr Anklang und selbst mehr und mehr Fleischliebhaber finden den Weg zur Veganen Küche als tolle Abwechslung zu Steak & Co.

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Ein kleines Selfie von Timo & mir vor seinem Laden in Bühl

Angekommen in Baden Baden holte mich Timo vom Bahnhof ab und erzählte mir als erstes das Frank Elster, den ich ja schon auf dem Jakobsweg getroffen habe für den Abend reserviert hatte, nun stieg auch bei mir die Aufregung etwas, ein kurzer zwischenstop im Haus Spinner, meinem Hotel mit Blick ins Tal um meine Sachen loszuwerden und dann ging es auch direkt weiter in das Restaurant vom Timo in Bühl selbst.

Ich hab mich schon beim reinkommen direkt wohl gefühlt, das ganze ist ein toller Mix aus DIY Punkrock Volkxküche & gehobener Gastronomie mit einem hohen Wohlfühlfaktor, die Räume & das Team strahlen einfach gute Vibes aus, hungrig wie ein Wolf fing ich an bei Elias, den Küchenchef erstmal lautstark eine erste Runde veganes Futter zu ordern, das bekam ich dann auch in Form einer tollen cremigen Kartoffelsuppe mit tollen roten Bällchen von denen ich leider den Namen gerade vergessen habe, danach gab es als zweiten Gang Tagliatelle an einer Blumenkohlbolognese und als Dessert ein Apfelkompott mit einer Schokomousse.

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Danach war ich schon leicht fresskomatös, das es bei diesen Gängen nicht bleiben würde dachte ich zu diesem Zeitpunkt schon irgendwie, als ich dann eine Stunde später wieder etwas Platz im Magen hatte wollte ich gern auch eine der Burgerkreationen probieren und wurde nicht enttäuscht, der Elias scheint mich zu mögen denn er machte mir kurzerhand einfach alle drei, wirklich tolle Kreationen die Timo & er sich da ausgedacht haben.

12049199_896363710459207_7799861499683872697_nEs gibt den Autum Funghi, den Beanlover der mir persönlich am besten geschmeckt hat sowie den Vegan Cusine Classik der mich ganz entfernt an eine Fischfrikadelle erinnert hat von der Konsistenz & Geschmack her, etwas was man jedenfalls nicht erwartet aber was toll abgestimmt ist mit lauter leckeren selbstgemachten Saucen wobei gerade die Süßsaure Chilisauce heraussticht und mich gut geflasht hat.

Hier ein paar Schnappschüsse vom Handy.

Nach einem Absacker in einer der Stammbar´s von Timo und seinem Team wollte ich dann langsam zurück ins Hotel denn die langen Zugfahrt steckte mir in den Knochen und ich war froh das mich ein warmes Bett auf dem Berg mit einem unheimlich tollen Blick auf das nächtliche Straßburg erwartete das ich noch ein wenig geniessen wollte….

So verabschiede ich mich nun in mein wohlverdientes Off und melde mich dann mit dem Bericht vom zweiten Tag

Euer Stefano

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